Menü
Regie

Markus Imhoof

Portraitbild von Markus Imhoof
BR Filmbrunch Markus Imhoof Quelle: Stefan Brending

Markus Imhoof (* 19. September 1941 in Winterthur) ist ein Schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er zeichnet seit den späten 1970er-Jahren für einige der bedeutendsten Produktionen der Schweizer Filmgeschichte verantwortlich.

1970 gründete Imhoof zusammen mit Fredi M. Murer, Yves Yersin, Kurt Gloor, Alexander J. Seiler, Claude Champion und Georg Radanowicz die Nemo Film GmbH.

Ab 1974 drehte Imhoof Spielfilme in dokumentarischem Stil. Zur Vorbereitung seines Films Fluchtgefahr hat Imhoof mehrere Monate als Gefängniswärter gearbeitet. Der Film schildert die kriminelle Karriere eines Automechanikers, der wegen einer Bagatelle in die Mühlen der Justiz gerät und in der Hackordnung des Gefängnisses aufzusteigen versucht. Er hilft einem «Professionellen» bei der Flucht und setzt – allein gelassen – den einmal eingeschlagenen Weg fort. 1980 erregte sein Film Das Boot ist voll Aufsehen. Imhoof thematisierte darin das lang verschwiegene Verhalten der Schweiz gegenüber jüdischen Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland, die zurück in den Tod geschickt wurden.

1996 gründete Imhoof die Fl.im.Pa. Filmproduktion AG, zusammen mit Pierre-Alain Meier und Thomas Koerfer von Frenetic Films AG. Gemeinsam mit der Zero Film, Berlin, und Robert Boner von der Cinémanufacture Paris produzierten sie den Film Flammen im Paradies (Les Raisons du Cœur). Das Drehbuch basiert frei auf der Geschichte von Imhoofs Grossmutter, die 1899 nach Indien reiste, um einen ihr noch unbekannten Missionar zu heiraten. In den Hauptrollen spielen Elodie Bouchez, Laurent Grévill, Sylvie Testud und Bruno Todeschini.

Seit 2003 lebt Imhoof in Berlin. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Filmakademie, der Europäischen Filmakademie und der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles.

In seinem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm More than Honey befasst sich Imhoof mit dem weltweiten Bienensterben. Auch dieser Film hat einen persönlichen Hintergrund: Imhoofs Grossvater war Imker, und seine Tochter Barbara ist Bienenforscherin in Australien. Die Produktion des Films dauerte fünf Jahre. 2012 hatte More than Honey Premiere am Internationalen Filmfestival von Locarno auf der Piazza Grande. Mit 29 Preisen im In- und Ausland und Kinostarts in 30 Ländern ist er der bisher erfolgreichste Schweizer Dokumentarfilm. 2015 gründete er die Aurelia Stiftung zusammen mit Thomas Radetzki, welche sich für den Erhalt der Bienen einsetzt.

Sein Dokumentarfilm Eldorado feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin (ausser Konkurrenz, aber ohne Erfolg nominiert für den Dokumentarfilmpreis).

Sein Archiv befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.

Auszeichnungen

  • 1971: Filmpreis der Stadt Zürich für Ormenis 199 † 69
  • 1971: Internationale Filmfestspiele von Venedig: Silbermedaille für Ormenis 199 † 69
  • 1972: Filmpreis der Stadt Zürich für Volksmund
  • 1975: Filmpreis der Stadt Zürich für Fluchtgefahr
  • 1979: Prix Italia für Isewixer
  • 1981: Silberner Bär (für Schauspielerführung und Drehbuch), Otto-Dibelius-Preis, OCIC-Preis und CIDALC-Preis bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin für Das Boot ist voll
  • 1981: Oscar-Nominierung (bester fremdsprachiger Film) für Das Boot ist voll
  • 1981: Prix-Aliza, Paris für Das Boot ist voll
  • 1982: David di Donatello, Premio René Clair, Rom für Das Boot ist voll
  • 2013: u. a. Schweizer Filmpreis, Deutscher Filmpreis, Bayerischer Filmpreis für More than Honey
  • 2018: Bayerischer Filmpreis für Eldorado

Seite teilen:

Alle Filme von Markus Imhoof

Einen eigenen Filmabend organisieren

Du möchtest einen dieser Filme anderen Menschen zeigen?

Mit den Reflecta Film-Kits ist das möglich. Wir zeigen Dir Schritt-für-Schritt, auf was Du achten musst, damit Deine Veranstaltung ein voller Erfolg wird. Teile uns Deinen Wunschfilm mit oder lass Dich von uns beraten.



Mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite an unsere Partner für soziale Medien, Webung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn sie "Cookies zulassen" klicken und damit fortfahren diese Webseite zu nutzen.


Cookies erlauben Mehr zum Datenschutz